Eine idealisierte Darstellung des neuassyrischen Herrschers Assurbanipal aus dem Spiel Civilization 5 (im Hintergrund sieht man das babylonische Ischtar Tor) |
(1) Einleitung
Heute werde ich den
Untergang des Neuassyrischen Reiches untersuchen. Dabei beachte ich
nicht nur das letzte Jahr Assyriens, sondern muss bis zu den Anfängen
zurückgehen, wenn nicht sogar bis zum Mittelassyrischen Reich, um
die Faktoren, welche Neuassyrien nicht nur aufbauten sondern auch
zerstörten, zu erkennen und zu verstehen.
Es ist nicht mein Ziel,
eine Geschichte Neuassyriens zu schreiben, sondern eine kurze Analyse, so
dass ich die Grundkenntnisse (Neu-) Assyrischer Geschichte
voraussetze.
2012 gibt es keine
spezialisierte, moderne Literatur zum konkreten Thema des
Neuassyrischen Untergangs. Maximilian Streck war der Meinung das es
genügend Literatur über das Ende Assyriens (Streck, CDXV)
gäbe, dies war aber 1916 der Fall. Seitdem wurde der Untergang stets
am Rande bzw. in den letzten Sätzen oder Kapiteln erwähnt und als
Hauptfaktoren die Expansionslust und die Deportationen
genannt ohne näher darauf einzugehen.
Ich werde das Problem von
drei verschiedenen Seiten angehen: von der sozial – kulturellen,
der wirtschaftlich – strukturierten und der rein geopolitischen
Seite.
Von den Zahlreichen Werken
welche ich heranziehe sind drei Wichtig: Eva Cancik Kirschbaums
kleines Handbüchlein Die Assyrer – Geschichte, Gesellschaft,
Kultur, Walter Mayers Artikel Armee und Macht in Assyrien
und, insbesondere aufgrund der strukturellen Analyse, Roland
Lamprichs Werk Die Westexpansion des neuassyrischen Reiches.
Insbesondere beim Letzteren drängte sich die Idee auf, dass ein
wichtiger Faktor fehlte.
Dieser Faktor für den
Aufstieg und Fall Neuassyriens war, meiner Meinung nach, deren
(Reichs- ) Ideologie; eine Ideologie, welche das assyrische Volk
glorifizierte und moralisierte, gleichzeitig die unterworfenen Völker
ausschloss und keine Möglichkeit des Verständnisses oder
Integrationsmöglichkeiten bot. Bär hatte das Thema erstmals
studiert, dabei allerdings nur die für die Assyrer vorteilhaften
Aspekte (Bär).
Die Bestandteile der
Ideologie wurden bei zahlreichen Autoren genannt, aber die Ideologie
an sich fand selten eine Erwähnung als eigenständiger Faktor. Ich
möchte gern auf diese (kleine) Lücke hinweisen.
Sämtliche Herrschernamen
basieren auf der Zeittafel von Eva Cancik-Kirschbaum (Cancik, 124,
Zeittafel 2).
(2) Soziale Faktoren
Neuassyrien hatte eine Art
von Ideologie, welche überaus stark ausgeprägt war und stets
alltäglich durch Bauten, in der Sprache und ritualisierten Aktionen
in der Gesellschaft zum Ausdruck kam. Besagte Ideologie hatte,
vereinfacht gesagt, eine Hauptaussage: die Assyrer waren das vom
Reichsgott Assur auserwählte Volk (Lamprichs, 227) und ihr König was the vice – regent of the state god Assur (Garyson, 962).
Diese Ideologie war sehr
exklusiv: nur wer Assyrer war, konnte sich mit ihr identifizieren.
Auch wurde das Verständnis der anderen Völker für besagte
Ideologie dadurch erschwert, als dass es nur einen Haupttempel gab,
und zwar in der (religiösen Haupt-) Stadt Assur (Cancik, 113).
Zwei wichtige Merkmale der
Ideologie, welche ihre Grundpfeiler bildeten, waren zugleich ihre Achillesfersen: der Zentralismus (des einzigen personifizierten
Stellvertreters Assurs) und die Machtdemonstration (der
Auserwählten). Um die Schwächen zu kennen, werde ich zunächst die
Stärken besagter Merkmale aufzeigen und anschließend deren
negativen Folgen.
(2.1) Zentralismus – das
Problem der Herrscherpersönlichkeiten
Die gesamte politische,
religiöse, militärische und zum Teil wirtschaftliche Macht
konzentrierte sich auf den neuassyrischen König, dem „Pontifex
Maximus“ von Assur, Mitglied einer auserwählten Dynastie und
Herrscher Über das ebenfalls auserwählte Volk der Assyrer. Diese
starke Zentralisierung hatte zahlreiche Vorteile: effiziente und
konzentrierte Verwaltungsorganisation in einer Hauptstadt, klare
Hierarchien im Heer (Mayer, 17), schnelle politische Entscheidungen
in Notfällen (Lamprichs, 227) und in diesem Fall sogar ein (relativ)
konfliktfreies Verhältnis zur Priesterschaft. Aber sie hatte
natürlich die selben Nachteile, welche stets in einem
zentralistischen Königtum der unbürokratischen Vormoderne
anzutreffen sind: Abhängigkeit vom Charakter des Königs und das
Vorhandensein der machtpolitischen Intrigen.
Am Hofe gab es neben dem König eine kleine Reihe von Mächtigen, welche ebenfalls über einen großen Einfluss verfügten und so dem Herrschaftsanspruch oft gefährden konnten. Diese waren der Oberbefehlshaber (auch Gouverneur) der wichtigen Provinz Harran, der Oberste der Eunuchen (Pecirkova, 221, who command the kings army, too), der Herold (Pecrikova, 221, who was a military officer associated with home defense), der Schatzmeister (ebenfalls Gouverneur einer Provinz) und zuletzt der Kronprinz. So war es in Thronkämpfen nicht unüblich, wenn sogar der Oberste der Eunuchen versuchte die Königskrone zu erlangen, wie es nach dem Tod Assurbanipals der Fall war.
Denn die Thronkämpfe
waren ein riskantes Feld: obwohl der König der oberste Priester von
Assur war und obwohl alles handeln des Königs – auch die
Kriegszüge [….] auf Befehl Assurs und der großen Götter
(Cancik, 212) erfolgte, bedeutete dies nicht, dass er gottgleich wie
ein Pharao war. Der König war das Abbild der Götter, aber selbst
kein Gott. Daraus folgte die Möglichkeit der Rebellion: der Gott
Assur konnte seine Gunst dem aktuellen Stellvertreter entziehen und
sie einem anderem Familienmitglied übertragen. Und da im Laufe
der Zeit [….] die königliche Sippe selbst einen größeren Teil
der zentralen Positionen monopolisiert (Cancik, 102) hatte,
konnten sogar der Oberste der Eunuchen Teil besagter auserwählter
Dynastie sein und die Söhne (wie der von Sanherib) ihre Väter
stürzen.
Ein
Lamassu, eine
Schutzgottheit der assyrischen Könige,
ursprünglich von den
baylonischen Stadtgottheiten
abstammend. Hierbei handelt es sich um
ein Exemplar aus der Neuassyrischen Zeit.
|
Denn Neuassyrien war noch
kein unpersönlicher Staat, es war ein personelles Königtum in
welchem die Mächtigen (Beamten, Gouverneure, Vasallen) durch
persönliche Bande an den jeweiligen Herrscher verknüpft waren.
So konnte TiglatpilesarIII an die Macht gelangen, auch wenn man nicht weiß, ob er Sohn,
Bruder von Assur-nirari V oder einfach nur ein Usurpator war
(Schmökel, 129), in jedem Fall wurde er als Mitglied der
auserwählten Dynastie betrachtet. Aber er musste, wie Sargon II, seiner Anhängerschaft den schuldigen Tribut zahlen, indem er die
abgeschafften Privilegien assyrischer und babylonischer Städte […]
wieder einführte und die Wünsche der Priesterschaft befriedigte
(Schmökel, 130).
Besagte Anhängerschaften
waren nicht nur die alten assyrischen Familien, sondern auch neue
Aufsteiger, also Familien welche sich im Verwaltungsapparat, in der
Militärhierarchie und im Tempel dienst hochgearbeitet hatten.
Dadurch, dass das Reich stetig expandierte und deren Administration
anwuchs, war dies relativ oft der Fall (Cancik, 64).
Chronologisch betrachtet
kann man eine (kurze und stark vereinfachte) chronologische Liste
aufstellen (Schmökel) wie die Taten der Herrscher die Ideologie und
so letztendlich ihre eigene Macht stärkten, oder, wie ich später
aufzeigen werde, auf langer Sicht schwächten:
- Salmanassar III, welcher eine Niederlage gegen Damaskus (Schmökel, 127) hinnehmen musste, hatte am Ende seiner Regierungszeit Probleme mit rebellischen Städten, und sein Sohn
- Schamschi-Adad V musste vier Jahre gegen seinen Bruder und 27 rebellische Städte kämpfen. Beide eben genannten Tatsachen trugen nicht zur Stärkung des Königtums bei.
- Adad-Nirari III war zu jung als er König wurde, so dass seine Mutter in einer patriarchalen Gesellschaft, wo jedes Relief einen male – oriented discourse (Marcus, 202) andeutete, als Regentin die Geschäfte führte. Adad-Nirari III machte des Weiteren den Fehler , dass er den Kult Nevos aus der babylonischen Schwesterstadt Borsippa angehörte. Er ging sogar so weit dass er gesagt haben soll: Nur Nebo vertraue, einen anderem Gott vertraue nicht (Schmökel, 128), also nicht mal dem Reichsgott Assur, dessen Stellvertreter er doch eigentlich sein sollte. Ihm folgte eine Serie von schwachen Herrschern, so dass die lokalen Gewalten und Heerführer immer mehr an Einfluss gewannen. Selbst militärisch und politisch Erfolgreiche Herrscher schwächten aufgrund bestimmter Regierungstaten ungewollt das Königtum. So starb
- Sargon II auf einem Feldzug und konnte nicht würdig rituelle bestattet werden, so dass dies als ein schlechtes Omen betrachtet wurde.
- Sowohl Tiglatpilesar III als auch Sargon II kamen, wie oben schon erwähnt, gewaltsam an die Macht und mussten sich die Loyalität erkaufen, und als
- Sanherib mit seinem „hybriden Selbstbewusstsein […] und eine durch nichts gehemmte Maslossigkeit und einem schrankenlosen Despotismus (Schmökel, 131) des Vaters Anhängerschaft vernachlässigte, wurde er von seinen eigenen Söhnen ermordet, welche sich anschließend bekriegten. Man darf nicht vergessen, dass Sanherib mit der Zerstörung Babylons (was als ein Sakrileg, sogar von den Assyrien, empfunden wurde (Cancik, 79)) eine weitere Opposition geweckt hatte (Babylon und die assyrische Priesterschaft), welche sich nun einem König gegenübersahen, der die Städte anderer Götter vernichtete und sich vielleicht als gottgleich ansah.
- Sowohl Sanherib als auch Assurbanipal versuchten, Ninive zur neuen (religiösen) Hauptstadt umzubauen, was erneut der Priesterschaft von Assur nicht genehm war, mussten sie um ihre Macht fürchten.
- Nach dem Tode Assurbanipals, vielleicht schon in seinen letzten Regierungsjahren, brachen erneut Thronkämpfe aus.
Hatte Neuassyrien starke,
dynamische Herrscherpersönlichkeiten wie Adad-Nirari II,
Tukulti-Ninurta II, Assurnasirpal II oder Assurbanipal, war das Reich
(politisch) stabil, die Militärstruktur blieb intakt und die
Ideologie funktionsfähig. Kamen aber Könige mit
Legitimationsschwierigkeiten (Putsch, militärische Niederlagen,
Ermordung von Verwandten) oder Loyalitätsvergesslichkeit an die
Macht, so gab es Krisen. Sanherib war in allen politischen und
militärischen Belangen erfolgreich, außer in seiner Bescheidenheit
und dies bracht die Opposition dazu, ihn zu stürzen.
So kam es, dass in den
letzten 200 Jahren des 300jährigen Neuassyrischen Reichs zahlreiche
Herrscher die Königsmacht schwächten, welche durch erfolgreiche,
individuelle Könige wieder erneuert werden musste.
Deswegen war die
Zentralisierung der Macht auf den König einer der Faktoren, welche
zum Untergang Neuassyriens beitrugen, denn die internen Kämpfe
und die Uneinigkeit zwischen den Nachfolgern […] führten
schließlich zur Auflösung der Truppen, des Geräts und der
zentralen Führung (Cordoba, 17).
(2.2) Machtdemonstration –
ein teures Legitimationsinstrument
Das zweite Merkmal der
Ideologie war die Demonstration der Macht, der kulturellen,
militärischen und wirtschaftlichen Überlegenheit Neuassyriens,
welche sowohl Freund als auch Feind stets daran erinnern sollte, wer
der Auserwählte sei.
Dazu wurde eine Reihe von
Instrumenten genutzt:
- Die Propaganda der Reliefs. Denn diese betonten stets den militärischen, kriegerischen Charakter der städtezerstörenden Könige. Zum Zeitvertreib jagten sie persönlich Löwen. Die Übergabe von Tributen wurde in Palästen und Tempeln für alle sichtbar ebenfalls auf Reliefs festgehalten (Bär, 242). Marcus geht davon aus, dass sogar die Landschaften in den Reliefs seem to carry a manifest message about territorial control and imperial power, at the same time as they may articulate a latent message about royale (male) sexual power (Marcus, 202).
Eingang zum Palast Dur-Sharrukin, Skizze von 1911 - Der Wohlfahrtsstaat. Lamprichs vertritt die These, dass die neuassyrischen Könige den Frieden im Kernland dadurch wahren konnten, dass sie große Teile der eroberten materiellen Güter (Lamprichs, 178) verschenkten und so den Wohlstand der einheimischen Bevölkerung steigerten. Auf diese Art konnte man die soziale Differenzierung zwischen den wenigen, reichen Handels- und adligen Landbesitzfamilien und den vielen besitzlosen Arbeitskräften (Cancik, 50-51) überbrücken.
- Die Tribute. Es gab zwei Arten von Tributen, einmal jährlich und auch zu bestimmten Feldzügen (Bär, 241). Diese aktiven Leistungen erinnerten den Vasallen daran, dass die Reliefs nicht nur leere Propaganda waren.
Die Eroberung Ninives durch Tiglatpilesar III mit gepfählten Feinden. |
Deswegen integrierte
Neuassyrien parallel dazu die lokalen Eliten (wie z.B. in Nordsyrien
(Lamprichs, 180) und die Phönizier (Gitin, 84)), indem es ihnen
Ländereien übergab und sie auch an militärischen Erfolgen
teilhaben ließ. So gelang es den Assyrien ein allgemeines
Interesse am Erhalt des jeweils erreichtet Status Quo zu erzeugen
(Lamprichs, 250), so dass es neben Nordsyrien auch in Nordbabylon
[…] wenigstens eine Reihe von Städten [….] bis zuletzt mit
Assyrien (Streck, CDXI) hielten (Lamprichs, 130). Auf diese Art
und Weise wurden mögliche lokale Oppositionen, welche
organisierungsfähig gewesen wären, vermieden.
(2.3) Negative Folgen der
sozialen Faktoren
Deportierung der Juden. |
(3) Strukturelle Faktoren
Die sozialen Faktoren,
welche sowohl zum Erhalt als auch zum Untergang Neuassyriens
beitrugen, erzeugten weitere, zunächst positive, aber im Kern
negative Folgen für das Reich. In diesem Teil werde ich unter
anderem die wirtschaftlichen, demographischen und administrativen
Folgen analysieren.
(3.1) Wirtschaftliche
Faktoren – Tribut und Silberabhängigkeit
Die neuassyrische
Wirtschaft charakterisierte sich in erster Linie durch das Fehlen
eines regelmäßigen Wirtschaftszyklus. Das begann schon sichtbar in
der Geographie: in Assyrien herrschte Ressourcenmangel; im Alt- und
Mittelassyrischen Reich versuchte man dieses Ungleichgewicht durch
den Handel auszugleichen, indem man Zinn und Textilwaren exportierte
(Mayer, 21). Durch die Militarisierung Neuassyriens begann der Teufelskreis, denn das Reich [brauchte] eine schlagkräftige
Armee zur Durchsetzung seiner politischen Ziele. Die Armee benötigte
zur Erfüllung ihrer Aufgaben Metall für ihre Ausrüstung. Das
Metall konnte aber wiederum nur mit Hilfe der Armee in hinreichendem
Masse beschafft werden (Mayer, 21).
Eine Löwenfigur als Gewicht, aus der Stadt Nimrod: der Löwe wog 3 Minas, sprich: 1500 Gramm. |
Gleichzeitig begann das
Silber die neue Währung Neuassyriens zu werden, während es vorher
vornehmlich Kupfer und Zinn gewesen waren. Diese Mengen an Silber
kamen entweder durch Kriegszüge oder durch Tributzahlungen nach
Assyrien, so dass unter Sargon II 712 v.Chr. Der Silberpreis sogar
auf das Niveau der Bronze und des Kupfers fiel.
Die negativen Folgen der
Inflation des Silbers mussten durch den Wohlfahrtsstaat der Könige
im Kernland verhindert werden (Lamprichs, 216 – 223).
Andere Formen der
Reichtumsbeschaffung waren von geringer Wichtigkeit, es gab einen
asymmetrischen, institutionalisierten Gütertausch und wenig Export
der Güter in die Region, dagegen gab es eine hohe Nachfrage an
importierten Luxusgütern.
Dieses riskante System
funktionierte, solange es Gebiete gab, welche den Tribut zahlen
konnten und solange es keine größeren militärischen Niederlagen
gab und man Beute machen konnte. Allerdings änderte sich dies in den
letzten Jahrzehnten vor dem Untergang: es tauchten die Skythen an den
Grenzen auf, ebenso die Meder. Beide Völker waren Nomaden.
Gleichzeitig war Assyrien demographisch überdehnt und somit im Heer
personell schwach besetzt (dazu später mehr). Der Ausweg war die
Bezahlung von Söldnern (speziell seit Salmanasser III) und geschenkhaltige Verträge mit den Nomadenvölkern schloss
(Mayer, 23).
Das Silber floss ab, weder
die kleinasiatischen Minen noch das spanische Silber der Phönizier
konnten das Defizit ausgleichen. Gab es vorher einen Überfluss an
Silber, war nun das Gegenteil der Fall. Weder Asarhaddon noch
Assurbanipal erhielten größere Mengen an Silber-Tribut und die
östlichen Silberminen waren in Gefahr (Edzard, 235). So müsste es
zwischen 680 und 627 v.Chr. Zu einer Krise gekommen sein: statt der
Inflation kam nun die Deflation; der Silberpreis stieg rasant an
(Müller, 121). Zuletzt kam es wahrscheinlich zu einer Art
Wirtschaftskrise (Schmökel, 134).
Insofern trug die
Wirtschaft zum Untergang bei, als dass es, zusammen mit der
Ideologie, die Neuassyrer geradezu zwang, ständig Kriege zu führen
um die Kosten zu decken, bis die finanziellen Kosten schlicht viel zu
hoch waren. Wann diese finanzielle Grenze zu finden wäre, untersuche
ich im übernächsten Teil bei den administrativen Faktoren.
(3.2) Demographische
Faktoren – Ausdünnung und Oppositionsbildung
In Assyrien wurden die
Assyrer in erster Linie in die höheren Verwaltungspositionen und im
Heer eingesetzt während die Mitglieder anderer Völker eher Menschen zweiter Klasse blieben. Normalerweise findet beim Sieg
über eine andere Kultur oder ein anderes Volk ein Prozess des
gegenseitigen Austausches und der Integration statt, so dass am Ende
(wie z.B. in Rom) der einst Besiegte zusammen mit den Siegern
herrscht.
Die andere Möglichkeit
mit den besiegten Völkern umzugehen war die der Deportation. Statt
das Volk zu integrieren versuchte man es auszulöschen, die
Kultur und Erinnerung zu vernichten und so die Nachfolger der
Vertriebenen ihrer Identität zu berauben.
Assyrien bediente sich
beider Methoden: zum einen assyrifizierte es die lokalen
Eliten, zum anderen deportierte es größere Bevölkerungsgruppen, um
sie für Bauarbeiten einzusetzen, zur Grenzsicherung und zur
Kolonisation anderer Gebiete. Zahlreiche Autoren betonen das Ausmaß
der Deportationen, so dass ich dies hier nicht wiederholen werde
(Cancik, Lamprecht, Gitin, Garyson).
Die Folgen der Deportation
waren vielfältig und auf lange Sicht negativ für Neuassyrien: zum
einen wurde die wirtschaftliche Rentabilität stark reduziert
(unbekannte Geographie und Wetterverhältnisse und geringe Moral
könnten die geringe Wirtschaftlichkeit der Deportierten erklären),
zum anderen wurden viele Regionen nicht bevölkert (um künstliche
Grenzen zu bilden oder weil es schlicht nicht genug Deportierte
gab (Gitin, 83)).
Zum anderen fanden die
Deportierten einen gemeinsamen Nenner: mit der Sprache Aramäisch
(denn Aramäer waren die meisten der Deportierten) tauschten sie ihre
(negativen) Ideen und Gedanken über Neuassyrien aus. Indem man die gewachsene Struktur der Bevölkerung im eigenen Lande […] und
das ererbte Heimatgefühl (Schmökel, 116) vernichtete, schuf man
schon in Mittelassyrien ein künftiges Problem. Trotz der Integration in die assyrischen Heere, fand keine Identifikation
mit dem Oberherrn statt (Garyson, 960, Mayer, 11), obwohl andere
Forscher anderer Meinung sind (Lamprichs, 255).
Während also der Feind
Assyriens sich zu einem heterogenen Gemisch mit einer Gemeinsamkeit
bildete, dünnte die loyale Gruppe der Assyrer aus. Dies war insofern
negativ für Assyrien, als dass denn sowohl in der Armee als auch in
der Administration die wichtigsten Posten, wie oben erwähnt,
ausschließlich von Assyrern besetzt waren (Mayer, 10).
Sollte es also zu
Erhebungen oder Revolten kommen, hatten es die Neuassyrer immer
schwerer, diese zu unterdrücken. Zwar wäre dies verhältnismäßig
einfach wenn die Assyrer Truppen eines Volks für die Unterdrückung
des anderen einsetzten; aber da diese durch die Deportation beide
ihre Heimat und Kultur verloren hatten, sahen sie in ihren jeweiligen
Wiedersacher eher Freunde, welche das selbe Los zu tragen hatten wie
sie selbst.
Eine gemeinsame
Reichsideologie, man nehme das römische Kaiserreich als Beispiel,
hätte statt eines gemeinsamen Feindbildes eher ein
Gemeinschaftsgefühl mit den Assyrern entwickelt; vielleicht sogar
den Wunsch geweckt, selber assyrisch zu werden.
Aus diesem Grund trug der
demographische Aspekt interessanterweise ebenfalls zum Untergang bei.
Solange es weder größere äußere Feinde gab noch interne
Thronkämpfe stattfanden, waren die Assyrer in den Heeren immer noch
zahlreich genug um die Revolten zu unterdrücken, auch weil die
Rebellen im Gegensatz zu den Assyrern über kein Kommunikationsnetz
verfügten, mit dem sie sich hätten organisieren können. Und
etwaige Organisatoren, wie lokale Anführer, unterstützten lieber
die Oberherren.
(3.3) Administrative
Faktoren – das Gesetz Parkinsons
Die Administration
Neuassyriens war überaus effizient und vorbildlich. Aber einerseits
mussten die Einnahmen ausreichen, um den gesamten Apparat zu
unterhalten, andererseits durfte der Erwerb von Waren und Menschen
die Grundlagen der Peripherie nicht vollständig zerstören
(Lamprichs, 396). Und letzteres war oft der Fall.
Dieses System
funktionierte bis zur Herrschaft von Tiglatpilesar III. Unter ihm
wurde das System der Verwaltung umgebaut um die Macht der Gouverneure
und Vasallen einzuschränken und um die Regierungsgewalt stärker zu
zentralisieren (Schmökel, 129). So wurden zahlreiche kleine
Distrikte gebildet und viele Vasallen verloren ihre Autonomie. Es gab
daher einen drastischen Rückgang der Tributzahlungen, da sie nun
durch direkte Steuereinahnen ersetzt wurden (Bär, 230=. Auch das
Kommunikationsnetz wurde durch zahlreiche Königsstraßen in the
period between Shalamaneser III and Tiglathpileser III (Kessler,
130) erweitert.
Der nun ungebremste Ausbau
der Administration (vorher brachten die Lokalherrn die Tribute, nun
mussten die Assyrer sie selbst eintreiben) verwandelte die vorher
effiziente Organisation in eine kostspielige, langsame Bürokratie,
welche zum größten Teil immer noch mit Assyrern besetzt wurde,
welche nun ein größeres Arbeitspensum hatten. Auf diese Weise wurde
die oben genannte Grenze des Kostenaufwandes klar überschritten.
(4) Außenpolitische
Faktoren
(4.1) Geopolitische
Situation
Am Ende der Regierungszeit
Assurbanipals war Neuassyrien in einer scheinbar außenpolitisch
günstigen Situation: Ägypten und Babylon waren unter Kontrolle
(bzw. Theben wurde während der ersten Jahre erobert); die westlichen
Gebiete befriedet; die nördlichen Hethiter, das nordöstliche Urartu
und das östliche Elam existierten nicht mehr.
Allerdings änderte sich diese Situation nach wenigen Jahren: die 26. Dynastie Ägyptens vertrieb die Assyrer schon 655 v.Chr., welche doch erst 663 Theben eingenommen hatten; Babylons assyrischer Gouverneur Samassumaukin, der Bruder Assurbanipals, rebellierte (652 – 650 v.Chr.), auch die alte 650 v.Chr. Unterworfene elamische Elite und Bevölkerung blieben rebellisch, zuletzt erschienen im Norden und Westen neue Feinde: die Skythen und die Meder.
Die geopolitische
Situation hatte sich in wenigen Jahrzehnten stark verändert und
insofern ungünstig, als dass nun Urartu und Elam als mögliche feste Schutzwehren [gegen] den Ansturm der indogermanischen
Stämme (Streck, CDXLVII) fehlten, denn sowohl die Skythen als
auch die Meder (letztere unter Kyaxares) griffen in unregelmäßigen
Abständen Assyrien von zwei Seiten an (Schmökel).
Gleichzeitig war das
assyrische Heer sehr heterogen geworden: die Assyrer stellten nun die
Minderheit; die Mehrheit waren gepresste, in den Dienst gezwungene,
Soldaten der deportierten Völker, Vasallen sowie bezahlte Söldner,
so dass man nicht auf die Loyalität dieser Truppen zählen konnte.
Noch dazu rebellierte
Babylon erneut und formierte sich (wieder einmal) zu einem
unabhängigen Königreich. Normalerweise wäre dies kein Problem für
Assyrien; auch nicht, wenn Neubabylon ein Bündnis mit Medien
schloss, aber nun kam der negative Faktor der Zentralisierung voll
zum Tragen: die Thronkämpfe nach Assurbanipal, der überraschende
(?) Tod des ersten Sohn Assurbanipals, Assur-etel-ilani, und die
Rebellionen, welche der zweite Sohn Assurbanipals, Sin-schar-ischkun,
niederschlagen musste (erst die Rebellion von General Sinschumlisirin Babylon; danach die von einem Offizier in den Westgebieten),
trugen 619 v.Chr. zum endgültigen Verlust Babylons bei (Lamprichs,
182),
Dies alles geschieht
zwischen 631/27 und 619, in weniger als elf Jahren; es waren in
erster Linie verlustreiche Bürgerkriege. Nicht nur die Legitimität
der Figur des Königs, sondern auch die reine militärische Stärke
war geschwächt; nicht zu vergessen die landwirtschaftlichen
Verwüstungen und die stets negativen Folgen für den Handel.
Die Schatzkammern Babylon und Ägypten waren verloren, der Westen noch geschwächt (Streck, CDXV) und die Phönizier litten schon seit Jahrzehnten unter der griechischen Konkurrenz. In einer solchen Situation war es kein Wunder, dass ein geplanter Zweifrontenkrieg (Babylon und Medien) zur erfolgreichen Vernichtung Assyriens führen konnte. Das assyrische Heer, welches bis zum Ende seiner Tage nahezu unschlagbar blieb (Cordoba, 17), verlor zuerst seine (einzige) heilige Stadt Assur (ein weiterer Hinweis auf den Gnadenentzug Assurs); und danach Ninive 612 v.Chr., wo auch der Herrscher in den Flammen umkam.
Sein Nachfolger
Assur-uballit II, benannt nach den Besieger von Mittani, schaffte es
sogar 610 die Feinde zu schlagen, starb aber bei der Schlacht. Mit
ihm starb auch die geheiligte Dynastie aus (Cancik).
Es war ein überraschender, dramatischer Untergang, allerdings war es nur die
militärische Zerstörung eines ohnehin leer gewordenen Gebildes,
eines ausgedünnten und ineffizient gewordenen Reichs, dessen
Ideologie keine Vorbereitung auf den Notfall geplant hatte.
(4.2) Probleme: Babylon &
Ägypten
![]() |
Moderne Darstellung des Gottes Assur. |
Die Probleme begannen als
Assyrien versuchte, zwei alte Königreiche in sein Territorium
einzugliedern; nicht nur zu überfallen, sondern auch zu halten.
Genau dann wurde die Provinzreform Tiglatpilesers III stark
überlastet und das Reich überdehnt.
Warum waren die beiden
Regionen für Assyrien so wichtig, so dass man versuchte sie zu
Bestandteilen des Reiches zu machen?
- Babylon war wegen der wichtigen Handelsroute und als religiöses Zentrum ein begehrtes Ziel: zum einen bewies die Kontrolle der Stadt die Macht des Reichsgottes Assur, welcher den babylonischen Stadtgott Marduk besiegen konnte; zum anderen wären die Zoll- und Steuereinnahmen ebenfalls beträchtlich.
- Ägypten war vor allem wegen gold, fine lines germents, minerals, papyrus (Elat, 34) and luxury items, imported for the benefit of the Empires ruling class (Elat, 25) interessant.
Allerdings konnte man zwei
gut organisierte, staatliche Gebilde wohl rasch erobern, aber
schwerlich befrieden. Die lokalen Eliten gewannen mehr, wenn sie die
Unabhängigkeit gewannen, als dass sie dem Besatzer dienten; das
Modell von Syrien (die Assirifizierung, die loyale Abhängigkeit der
Elite, die Deportationen der Bevölkerung) benötigten zu viel Zeit
und Aufwand und war deswegen nicht wirksam.
Babylon wurde erst 728
v.Chr. zum ersten Mal integriert, indem sich Tiglatpilesar III
zum König Babylons krönte, und erst 671 v.Chr. wurde Memphis unter
Asarhaddon erobert. Als Memphis zum ersten Mal von Assyrern besetzt
wurde, hatte Babylon schon fünf rebellische nicht-assyrische Könige
gehabt: Marduk-zakir-sumi II (703); Marduk-aplaiddina II (703; 721 –
710), Bel-ibni (700), Nergal-uscherib (693, von Elam eingesetzt),
Musezib-Marduk (692 – 689, von Elam eingesetzt), fünfmal wurde es
erfolgreich militärisch erobert, am Ende vernichtete Sanherib die
Stadt vollkommen (Schmökel).
Babylon war also weder
voll befriedet noch rentabel; noch dazu musste Elam erobert werden
wenn man diese Region sichern wollte. Des Weiteren war es unmöglich,
die Bevölkerung Babylons deportieren zu wollen, ohne eine große
Rebellion zu provozieren.
Während also Babylon noch
nicht die Loyalität der Westprovinzen hatte (welche übrigens trotz
allem ebenfalls ab und an rebellierten), startete man den Versuch,
Ägypten zu erobern, ein weiteres großes Gebiet. Noch dazu war es
schwer zu erreichen: per Schiff (wobei man die Phönizier brauchte
(Elat, 32)) oder per Land (mit Hilfe der arabischen Stämme, da es
durch die Wüste ging (Elat, 34)). In Ägypten hatten die assyrischen
Könige zunächst Erfolge: 671 v.Chr. fiel Memphis in assyrischer
Hand und nach heftigen Kämpfen Theben. Aber keine 15 Jahre später
wurde Assyrien von Psammetich I 655 v.Chr. vertrieben. Anstatt in
beiden Gebieten die lokale Elite zu Vasallen zu machen, welche
Tribute zu zahlen hätten, aber ansonsten recht autonom wären,
versuchten die Könige die Provinzreform Tiglatpilesar III
umzusetzen, sprich: direkte assyrische Verwaltung (welches zur
administrativen und demographischen Überdehnung beitrug), und die
Unterstützung lokaler Eliten. Nur dass zum einen die falschen
Eliten unterstützt wurden und dass es zum anderen keine regional
gewachsenen Verankerung (Lamprichs, 173) gab, so dass das System
nicht funktionierte.
655 v.Chr. war Ägypten
also wieder verloren: ein ressourcenreiches Abenteuer war beendet;
dafür hatte man immer noch Probleme mit dem rebellischen Babylon,
welches definitiv 619 v.Chr. verloren ging.
Diese zwei Regionen,
stolz, groß, komplex und mit eigenen, integrationsfähigen
Ideologien konnten nicht in weniger als 50 Jahren Bestandteile einer
integrationsfeindlichen Ideologie werden, so dass Assyrien nur
Ressourcen verlor.
(5) Schlusswort
![]() |
Relief einer sterbenden Löwin, im Palast von Assur |
Real betrachtet war
Assyrien ein schwaches Gebilde; ein Soldat ohne Geld und Freunde,
welcher in einen Moment der Unachtsamkeit von anderen besiegt werden
konnte. Jahrzehntelang betrachtete man von Assyrien nur das
kraftvolle, militärische Bild, wohl vergessend, dass Muskeln nicht
alles sind; dass hinter einer harten Schale ein weicher Kern stecken
könnte.
Wenn man die Ausdünnung
der assyrischen Bevölkerung und die Wirtschaft Abhängigkeit des
Kernlandes betrachtet, war es wenig verwunderlich, dass es ein
viertes Assyrien nicht so schnell geben könnte. Die neu
babylonischen und medischen Reiche und die Skythen hätten das
Machtvakuum rasch gefüllt, das assyrische Kernland hätte als
Pufferstaat weiterexistieren können (wohl deshalb eilte Nacho II von
Ägypten Assur-uballit II zu Hilfe), dennoch wollte speziell Babylon
kein neues Assyrien zulassen.
Assyrisches Relief eines sterbenden Löwen. |
Und möge man dem
risikoreichen Versuch widerstehen Assyriens Ideologie,
Weltanschauung, Religion mit anderen, modernen Ideologien zu
vergleichen, welche expansionistisch, elitär und zentralistisch
waren, mit einem gottähnlichen absolutistischen (und sogenannten) Auserwählten an der Spitze.
So kam und verschwand
Assyrien von der Weltbühne.
(6) Literaturverzeichnis
- BÄR, Jürgen, Der assyrische Tribut und seine Darstellung – Eine Untersuchung zur imperialen Ideologie im neuassyrischen Reich, Neukirchen, Band 243, 1996.
- CANCIK – KIRSCHBAUM, Eva, Die Assyrer – Geschichte, Gesellschaft, Kultur, München, 2003
- CÓRDOBA, Joaqion Maria, "Die Schlacht am Ulaya Fluss – Ein Beispiel assyrischer Kriegsführung während der letzten Jahre des Reiches", in: Assyrien im Wandel der Zeit, Heidelberg, Band 6, 1997, Seiten 7 – 18.
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